Wir bewegen das Bahnland Bayern

Die Baye­ri­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft (BEG) plant, fi­nan­ziert und kon­trol­liert den Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr (SPNV) im Auftrag des Frei­staats Bayern.

Rund die Hälfte der Be­triebs­kos­ten er­wirt­schaf­ten die Betreiber der Re­gio­nal­zü­ge und S-Bahnen durch Einnahmen aus dem Fahr­kar­ten­ver­kauf. Die andere Hälfte stammt aus Steu­er­gel­dern. Die BEG hat die Aufgabe, diese staat­li­chen Mittel möglichst effizient ein­zu­set­zen und so für Fahrgäste ein Maximum an Leistung her­aus­zu­ho­len.

Das wich­tigs­te In­stru­ment der BEG sind Ver­ga­be­ver­fah­ren im Wett­be­werb. Die BEG legt fest, auf welchen baye­ri­schen Strecken Re­gio­nal­zü­ge und S-Bahnen in welchem Takt und mit welcher Kapazität fahren. Diese Ver­kehrs­leis­tun­gen schreibt die BEG aus und vergibt sie an dasjenige Ei­sen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men mit dem wirt­schaft­lichs­ten Angebot. Mit einem System aus Qua­li­täts­kon­trol­len und fi­nan­zi­el­len Anreizen sorgt die BEG dafür, dass sich gute Leistung für die Ei­sen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men auszahlt – und schlechte Leistung bestraft wird.

 

Fir­men­sitz:
München

Ge­schäfts­füh­rer:
Thomas Prechtl (Sprecher)
Bärbel Fuchs

Mit­ar­bei­ter:
61

Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der: Dr. Hans Reichhart

Grün­dungs­jahr:
1995

Wie fällt die Bilanz für die Fahrgäste aus?

Seitdem die BEG 1996 ihre Arbeit aufnahm, konnte sie das Angebot im baye­ri­schen Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr um rund 50 Prozent steigern – und das obwohl die Mittel für den Betrieb des Regional- und S-Bahn-Verkehrs real gesunken sind. Der Ausbau des Angebots war möglich, weil die Ei­sen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men ihre Leis­tun­gen im Rahmen des Wett­be­werbs günstiger anbieten. Fast im ganzen Land steht heute von früh­mor­gens bis spät­abends ein Stun­den­takt zur Verfügung. Gleich­zei­tig ist der Komfort deutlich gestiegen: Nie­der­flu­ri­ge und kli­ma­ti­sier­te Neu­fahr­zeu­ge sind heute die Regel, nicht die Ausnahme. Dieses Angebot kommt an: Die Nachfrage der Fahrgäste stieg im Re­gio­nal­ver­kehr (inklusive S-Bahn Nürnberg) seit 1996 um 74 Prozent, bei der S-Bahn München um 34 Prozent.

Zug­ki­lo­me­ter­ent­wick­lung im Freistaat Bayern 1994 – 2019

Mehr Angebot: Seitdem die BEG 1996 die Arbeit auf­ge­nom­men hat, konnte sie das Angebot im Regional- und S-Bahn-Verkehr deutlich steigern. Die Zug­ki­lo­me­ter legten um rund 50 Prozent zu – obwohl die Fi­nanz­mit­tel für den Betrieb des Regional- und S-Bahn-Verkehrs real gesunken sind. Diese höhere Effizienz ist ein Ergebnis des Wett­be­werbs zwischen Ei­sen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men, der von der BEG or­ga­ni­siert wird. Bis 2023 will die BEG grund­sätz­lich alle Netze im baye­ri­schen Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr in Wett­be­werbs­ver­fah­ren vergeben haben.