Puz­zle­ar­beit im Dienst der Fahrgäste

Ein möglichst at­trak­ti­ver Fahrplan für ganz Bayern ist das Ziel der BEG-Pla­nungs­ex­per­ten. Keine leichte Aufgabe an­ge­sichts von knappen Finanzen und Engpässen bei der In­fra­struk­tur.

Das Herzstück der Pla­nungs­ar­beit ist der Bayern-Takt. Das Ziel dieses so­ge­nann­ten In­te­gra­len Takt­fahr­plans sieht fol­gen­der­ma­ßen aus: Jede Station in ganz Bayern wird min­des­tens einmal pro Stunde und möglichst immer zur gleichen Minute an­ge­fah­ren; Ver­bin­dun­gen an Kno­ten­bahn­hö­fen sind auf­ein­an­der ab­ge­stimmt, und es gibt möglichst viele kurze Um­stei­ge­mög­lich­ke­ten. Auf diesem Weg ist die BEG schon weit vor­an­ge­schrit­ten. Bereits über 90 Prozent aller Stationen werden montags bis freitags min­des­tens im Stun­den­takt bedient. Bei den übrigen gut zehn Prozent liegt es in der Regel an der In­fra­struk­tur, dass die BEG nicht mehr Züge bestellen kann. Bei­spiels­wei­se fehlt es in manchen Kno­ten­bahn­hö­fen an Gleisen und Bahn­stei­gen, um den In­te­gra­len Takt­fahr­plan komplett um­zu­set­zen.

Grundlage der Ver­kehrs­pla­nung ist eine um­fang­rei­che Ver­kehrs­da­ten­bank, welche die BEG seit ihrer Gründung pflegt. Darin werden alle Ver­kehrs­strö­me erfasst. Sie bilden die Basis für Prognosen und Planungen. Bei der Auf­stel­lung der Fahrpläne stimmt sich die BEG darüber hinaus eng mit Ver­tre­tern in der be­tref­fen­den Region ab, zum Beispiel mit Kommunen, Land­krei­sen und Fahr­gast­ver­bän­den.

Das Ziel der BEG ist es, die Ver­bin­dun­gen im gesamten Bahnland Bayern laufend zu op­ti­mie­ren. Dabei bewegt sich die BEG al­ler­dings in einem engen Korsett: Die Engpässe bei der Schie­nen­in­fra­struk­tur li­mi­tie­ren die Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten. Besonders in den Bal­lungs­zen­tren sind die Schie­nen­tras­sen bereits stark aus­ge­las­tet, die sich der Regional- und S-Bahn-Verkehr oft mit dem Fern- und Gü­ter­ver­kehr teilt.