Ideenzug: Zu­kunfts­vi­sio­nen für den Re­gio­nal­ver­kehr

Ende 2017 stellten DB Regio und die BEG in Nürnberg den Ideenzug vor. Das begehbare 1:1-Modell eines Dop­pel­stock­wa­gens zeigt neue Design- und Ser­vice­an­sät­ze für den Re­gio­nal­ver­kehr von morgen.

Der Ideenzug umfasst elf Module mit un­ter­schied­li­chen In­nen­aus­stat­tun­gen. Das Spektrum reicht von Pre­mi­um­ab­tei­len für kon­zen­trier­tes Arbeiten über Public-Viewing- und Ent­span­nungs­be­rei­che bis hin zu Sport­ka­bi­nen. Neben einem großen Angebot an un­ter­schied­li­chen Sitz­mög­lich­kei­ten spielen digitale Mög­lich­kei­ten der Kun­den­in­for­ma­ti­on und der Un­ter­hal­tung eine wichtige Rolle.

Dr. Johann Niggl, ehe­ma­li­ger Sprecher der Ge­schäfts­füh­rung der BEG, hob die Bedeutung des Ideenzugs hervor: „Fahrgäste wollen Reisezeit sinnvoll nutzen. Hier kann der Zug derzeit gegenüber dem In­di­vi­du­al­ver­kehr punkten. Wenn aber erst einmal autonom fahrende Autos Realität sind, muss die Schiene mit neuen Vorteilen über­zeu­gen. Ich begrüße es daher, dass DB Regio den Ideenzug ent­wi­ckelt hat, um Optionen auf­zu­zei­gen, wie Reisezeit künftig noch besser in pro­duk­ti­ve Ar­beits­zeit und in erholsame Freizeit ver­wan­delt werden kann. Die BEG hat das Konzept des Ideenzugs fachlich begleitet und wird das Projekt auch weiterhin gern mit ihrem Know-how un­ter­stüt­zen.“

Seit 2016 arbeitet die DB Regio-Tochter Süd­ost­bay­ern­bahn (SOB) gemeinsam mit dem In­no­va­ti­ons­la­bor der Deutschen Bahn d.lab, der auf In­dus­trie­de­sign spe­zia­li­sier­ten Münchener Agentur Neomind und der BEG an dem Projekt. Jetzt stehen Nut­zer­tests an, um die Ideen zu ermitteln, die bei den Fahr­gäs­ten am besten ankommen. Auch Bahn­her­stel­lern und Zu­lie­fer­be­trie­ben wird der Ideenzug vor­ge­stellt, um die Rea­li­sier­bar­keit der De­si­gn­vor­schlä­ge zu dis­ku­tie­ren.

Die BEG begleitet diesen Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess und will daraus Kon­se­quen­zen für künftige Aus­schrei­bun­gen ableiten. „Wir sehen uns in der Ver­ant­wor­tung, viel­ver­spre­chen­den Ideen zum Durch­bruch zu verhelfen – vor­aus­ge­setzt sie haben einen Mehrwert für die Fahrgäste und sie sind mit den be­trieb­li­chen An­for­de­run­gen in Einklang zu bringen. Dazu braucht es Fahrzeuge, die mas­sen­ver­kehrstaug­lich und hoch zu­ver­läs­sig sind“, sagt Dr. Johann Niggl. „Wenn das der Fall ist, dann werden wir Elemente des Ideenzugs in unsere Aus­schrei­bun­gen ein­flie­ßen lassen, bei­spiels­wei­se indem wir eine Grund­kon­zep­ti­on von Neu­fahr­zeu­gen vorgeben."

 Weitere In­for­ma­tio­nen zum Ideenzug bietet eine eigene Website von DB Regio: www.ideenzug.de.

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