Verbindungsauskunft

Wechsel an der Spitze der Planungs­ab­teilung der Bayeri­schen Eisen­bahn­ge­sell­schaft

Langjäh­riger Leiter der Planungs­ab­teilung Andreas Schulz verab­schiedet sich nach 23 Jahren Dienstzeit bei der BEG in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt zum 1. Oktober Florian Liese an.

MÜNCHEN. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, bekommt einen neuen Planungschef. Dipl.-Ing. Florian Liese übernimmt die Abteilung von Andreas Schulz, der sich zum 1. Oktober 2018 in den Ruhestand verabschiedet. „Mit Andreas Schulz geht ein ausgewiesener Branchenexperte und leidenschaftlicher Kämpfer für den SPNV, der sich auch weit über die Grenzen des Freistaats Bayern hinaus eine hohe Anerkennung erworben hat. Als Abteilungsleiter Planung bei der BEG hat Herr Schulz maßgeblich am Aufbau der Gesellschaft sowie an der Einführung des Bayern-Taktes im Mai 1996 mitgewirkt“, würdigt Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG, die Leistungen des scheidenden Mitarbeiters.
Schulz‘ Nachfolger Liese, derzeit Koordinator für Kommunikation im Geschäftsbereich Großprojekte bei der DB Netz AG, verfügt über langjährige Erfahrungen im Schienenpersonennahverkehr. „Mit Florian Liese haben wir einen kompetenten Branchenkenner gewonnen, mit dem es die Weiterentwicklung des Bahnlandes Bayern fortzuführen gilt“, so Niggl weiter.
 
Seit den Anfängen der BEG für den bayerischen SPNV prägend
Nach der Bahnreform 1996 nahm Andreas Schulz seine Tätigkeit als Planungschef bei der damals neugegründeten BEG auf. Zuvor hatte er verantwortliche Positionen bei der damaligen Bundesbahn bekleidet, insbesondere war er im Bereich Fahrplan im Fern- und Nahverkehr tätig. Unter anderem begleitete er die Einführung der Neigetechnik in Nordostbayern und war Projektleiter zur Einführung eines Pilotprojekts für Integrale Taktfahrpläne in Bayern, Baden-Württemberg und Reinland-Pfalz. Bereits zur Zeit der Bundesbahn konnte er sich beispielsweise bei der S-Bahn Stuttgart im Bereich der konzeptionellen Fahrplangestaltung hohe Kompetenzen aneignen. Andreas Schulz gilt unbestritten als Mitbegründer des deutschlandweiten Integralen Taktfahrplans, der seinen Anfang 1993 mit der Einführung des Allgäu-Schwaben-Taktes hatte.  In seiner 23-jährigen Dienstzeit bei der BEG verantwortete er die Weiterentwicklung der bayerischen S-Bahn-Netze sowie des gesamten Regionalverkehrs im Freistaat und war darüber hinaus für die Bereiche Fahrzeuge, Tarif, Vertrieb sowie die Verkehrsforschung zuständig. Ihm gelang auf beeindruckende Weise die nahezu flächendeckende Umsetzung des Bayern-Taktes sowie neuer Konzepte im Zuge der Wettbewerbsprojekte im SPNV.
Seit 1996 konnte das Zugangebot um über 50 % gesteigert werden. Die Fahrgastzahlen stiegen im selben Zeitraum um 70 %. Heute präsentiert sich der bayerische SPNV leistungsfähiger, vielfältiger und kundenfreundlicher denn je.
 
Eine neue Ära beginnt
Florian Liese (43) übernimmt ab 1. Oktober 2018 die Abteilung Planung der BEG und wird somit für die Weiterentwicklung des landesweiten Fahrplanangebots verantwortlich sein. Aufgrund seines bisherigen beruflichen Werdegangs ist er mit zahlreichen  SPNV-Projekten in Bayern bestens vertraut. Liese war bereits einige Jahre als Infrastrukturmanager für Nordbayern bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und anschließend im Sachgebiet Schieneninfrastruktur und Eisenbahnwesen des Bayerischen Verkehrsministeriums tätig. Zuletzt arbeitete er als Koordinator für Kommunikation im Geschäftsbereich Großprojekte bei der DB Netz AG.  
„In den nächsten Jahren sind Milliardeninvestitionen in das bayerische Schienennetz vorgesehen und aus der Politik gibt es viel Rückenwind für eine Stärkung des Verkehrsmittels Bahn. Das sind gute Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Bahnlandes Bayern. Diese Chance möchte ich nutzen und freue mich sehr auf die neuen Aufgaben“, betont Liese.
 
 

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