Verbindungsauskunft

10. Juni: Kleiner Fahrplan­wechsel im Bahnland Bayern

München. Am kommenden Sonntag, 10. Juni, stehen im Bahnland Bayern einige kleinere Änderungen am Fahrplan an. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahnverkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, nimmt vor allem in Schwaben, in der Oberpfalz und in Oberfranken einige Verbesserungen vor.
 
Illertalbahn Ulm – Kempten: Zugpaar am späten Vormittag wieder eingeführt
Auf der Illertalbahn werden die Taktlücken im Expressverkehr um 11:19 Uhr ab Ulm nach Kempten (an 12:26 Uhr) und um 09:34 Uhr ab Kempten nach Ulm (an 10:39 Uhr) geschlossen. Beide neuen Zugverbindungen werden täglich angeboten.
 
Kempten – Lindau: tägliche Spätverbindung von/nach Augsburg und München
Die Spätverbindung um 23:55 Uhr ab Kempten nach Lindau (an 01:05 Uhr) wird künftig täglich angeboten. Dies ist aufgrund von Baumaßnahmen allerdings erst ab Mitte August möglich. Bisher verkehrte der Zug nur freitags, samstags und an Sonn- und Feiertagen. Damit besteht dann täglich die Möglichkeit, um 22:20 Uhr ab München (mit Umstieg in Buchloe) bzw. um 22:33 Uhr ab Augsburg über Kempten hinaus nach Lindau zu fahren (Lindau an 01:05 Uhr). Hierzu muss in Kempten kurz vor Mitternacht umgestiegen werden (an 23:51 Uhr, ab 23:55 Uhr). Auch in der Gegenrichtung wird die Spätverbindung ab kommenden Sonntag täglich angeboten – anstatt wie bisher nur am Wochenende: Ab Lindau um 20:58 Uhr über Kempten (mit Umstieg in Immenstadt) nach Augsburg (an 23:27 Uhr) beziehungsweise nach München (an 23:41 Uhr, mit weiterem Umstieg in Buchloe). Derzeit prüft die BEG in Abstimmung mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen ob mittelfristig der Umstieg in Kempten zugunsten einer Direktverbindung entfallen kann.
 
Augsburg – München: zusätzliche Halte
Fahrgästen von München nach Mering St. Afra und Kissing steht ab nächster Woche montags bis freitags im Spätberufsverkehr eine neue Verbindung zur Verfügung: Die im Dezember 2017 eingeführte neue Fahrt ab München um 16:41 Uhr bedient ab kommenden Sonntag zusätzlich Mering St. Afra und Kissing. Damit wird die besonders stark nachgefragte Verbindung um 16:35 Uhr ab München entlastet. Die BEG setzt damit einen mehrfach geäußerten Wunsch aus der Region um. Auch im Spätverkehr gibt es Änderungen. So halten künftig die Züge um 00:08 Uhr (täglich) und um 01:06 Uhr (Nächte vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen) ab München Richtung Augsburg zusätzlich in Mammendorf, Haspelmoor und Althegnenberg. Damit stehen Fahrgästen aus diesen Orten, die in München oder Augsburg abends ausgehen wollen, neue Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung. Der montags bis freitags verkehrender Zug ab Augsburg um 07:56 Uhr nach München hält künftig nicht mehr in Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf. Diese Halte werden dann neu vom zehn Minuten später verkehrenden Zug um 08:06 Uhr ab Augsburg Richtung München bedient. Weitere zusätzliche Halte in den genannten Orten werden derzeit mit der Region erörtert.
 
Aalen – Donauwörth: Neue Durchbindung
Der montags bis freitags verkehrende Zug von Aalen um 06:25 Uhr nach Donauwörth wird neu auf die bisher in Donauwörth (Abfahrt dort 07:39 Uhr) beginnende Fahrt nach Augsburg (an 08:22 Uhr) durchgebunden. Von dem Direktzug ohne Umstieg profitieren besonders Fahrgäste, die aus dem Wörnitztal zu den zahlreichen Gewerbestandorten zwischen Donauwörth und Augsburg reisen wollen.
 
Donautalbahn: Zusätzliche Halte in Höchstädt
Auf der Donautalbahn begegnen sich die Agilis-Sprinter-Züge aus Ulm und Donauwörth in Höchstädt (Donau). Ab kommendem Sonntag können diese betriebsbedingt notwendigen Halte auch zum Fahrgastwechsel genutzt werden: Die BEG bestellt bei den zweistündlich verkehrenden Agilis-Sprinter-Zügen  Richtung Donauwörth einen zusätzlichen Halt in Höchstädt. Sie fahren künftig in Höchstädt zur Minute 01 ab. In der Gegenrichtung nach Ulm fahren die Züge in Höchstädt weiterhin durch.
 
München – Hof und München – Prag: Änderungen im Fahrplan des Alex Nord
In Abstimmung mit der Länderbahn hat die BEG einige Änderungen am Fahrplankonzept des Alex beschlossen, das erst im Dezember 2017 deutlich erweitert wurde. Diese Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, dass die Züge des Alex wieder verlässlicher und pünktlicher sind.
Seit dem letzten Fahrplanwechsel fahren der Zugteil von München nach Hof und der Zugteil nach Prag im Zweistundentakt vereinigt bis Schwandorf und werden dort geflügelt beziehungsweise in Gegenrichtung gekoppelt. Einige dieser Alex-Züge übernahmen bisher zusätzlich die Bedienung der Haltepunkte Regenstauf und Maxhütte-Haidhof. Da die Bahnsteiglängen an diesen Haltepunkten für die langen vereinigten Züge nicht geeignet sind, wird ab kommenden Sonntag bei einigen Verbindungen auf die gemeinsame Führung der Hofer und Prager Zugteile südlich von Schwandorf verzichtet. In diesen Fällen müssen die Fahrgäste nach beziehungsweise von Prag in Schwandorf umsteigen.
 
Neue Anschlüsse der Oberpfalzbahn von Eger (Cheb) in Richtung Bayreuth und Coburg in Marktredwitz
Im Auftrag der BEG setzt die Oberpfalzbahn ab kommenden Sonntag Änderungen am Fahrplan um, mit denen sich die Reisemöglichkeiten zwischen Tschechien und Oberfranken verbessern. Drei Züge der Oberpfalzbahn werden in Eger zwei Minuten früher abfahren (um 10:25, 12:25 und 14:25 Uhr) und somit entsprechend früher in Marktredwitz ankommen. Damit wird dort zweistündlich der Agilis-Anschluss nach Bayreuth und weiter Richtung Lichtenfels – Coburg mit kurzer Übergangszeit erreicht. In der Gegenrichtung bestehen diese Anschlüsse nachmittags von der Agilis-Linie Coburg – Marktredwitz zur Oberpfalzbahn Marktredwitz – Eger (Cheb) – Selb-Plößberg – Hof bereits seit Dezember 2017.
 
Landkreis Cham
Zur Steigerung der Pünktlichkeit des Schülerzugs der Oberpfalzbahn 79793 fährt dieser Zug im Sommerfahrplan nur noch ab Cham nach Lam, statt wie bisher ab Schwandorf. Fahrgäste aus Schwandorf Richtung Lam haben einen eigenständigen Zubringerzug ab Schwandorf um 06:23 Uhr, mit Anschluss an die Oberpfalzbahn 79793 nach Lam.
 
Bessere Anschlüsse von München und Nürnberg Richtung Hof
Am Abend verkehrt der letzte Main-Saale-Express (RE 59319) von Bamberg nach Hof (mit Zugteil nach Bayreuth) acht Minuten später ab Bamberg. Mit der neuen Abfahrtszeit um 20:46 Uhr besteht ab kommenden Sonntag Anschluss von dem ICE aus München (Abfahrt 18:56 Uhr, Ankunft in Bamberg 20:40 Uhr) Richtung Hof, der von vielen Fahrgästen gewünscht wurde. Insbesondere für Bad Staffelstein, Lichtenfels, Burgkunstadt und Kulmbach ergibt sich damit eine schnelle Tagesrandverbindung aus der Landeshauptstadt sowie aus Nürnberg. Ergänzend wird in Lichtenfels der Franken-Thüringen-Express Richtung Sonneberg entsprechend angepasst, so dass auch der Raum Coburg an diesen ICE aus München angebunden ist. Hierzu fährt der Anschlusszug RE 4834 erst um 21:12 statt 21:02 Uhr in Lichtenfels ab und erreicht Coburg um 21:29 Uhr.
 

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