Verbindungsauskunft

Ein Jahr Probe­be­trieb auf der Strecke Gotteszell-Viechtach

Zahlen für das 4. Quartal des Probe­triebes liegen vor

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, hat auf der Strecke Gotteszell-Viechtach im Zeitraum vom 12. September 2016 bis zum 11. September 2018 einen zweijährigen Probebetrieb bestellt. Maßgeblich für die Bewertung des Probebetriebs sind nicht die Fahrgastzahlen, sondern die Personenkilometer je Kilometer betriebener Strecke. Werden 1.000 Personenkilometer erreicht, steht eine Fortsetzung im Regelbetrieb in Aussicht.
 
Mit dem 4. Quartal geht das erste Jahr des Probebetriebs zu Ende
Das Bahnangebot zwischen Gotteszell und Viechtach nutzten im 4. Quartal vom 12. Juni bis 11. September 2017 an Werktagen während der Schulzeit 759, an Werktagen während der Ferien 629, an Samstagen 606 sowie an Sonn- und Feiertagen 518 Fahrgäste.
 
In Personenkilometern je Kilometer betriebener Strecke (Pkm) ausgedrückt, wurden folgende Werte erreicht:
 
-    517 an Werktagen während der Schulzeit
-    439 an Werktagen während der Ferien
-    396 an Samstagen
-    374 an Sonn- und Feiertagen
 
Der durchschnittliche Jahreswert an Fahrgästen belief sich auf 606 Reisende an Werktagen während der Schulzeit, 505 an Werktagen während der Ferien, 456 an Samstagen und 431 an Sonn- und Feiertagen.
 
In Personenkilometern je Kilometer betriebener Strecke ausgedrückt, ergeben sich folgende Werte:
 
-    403 an Werktagen während der Schulzeit
-    345 an Werktagen während der Ferien
-    309 an Samstagen
-    314 an Sonn- und Feiertagen
 
Das Fahrgastpotenzial von 1.000 Personenkilometern als Richtschnur für die Reaktivierung einer Bahnstrecke ist in erster Linie aus einer Maßgabe des Bundes abgeleitet: Erst wenn 1.000 Personenkilometer je Kilometer betriebener Strecke an Werktagen während der Schulzeit erreicht werden, ist der Bund in der Regel bereit, in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren. Auch der Freistaat Bayern hat deshalb diesen Wert als Messlatte für Streckenreaktivierungen übernommen.
 

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