Verbindungsauskunft

DB Regio AG erhält Zuschlag für Dieselnetz (D-Netz) Nürnberg Übergang

Übergangs­vertrag geht an bishe­rigen Betreiber / Heutiges Betriebs­konzept wird weitgehend unver­ändert bis zum Juni 2019 weiter­ge­führt

MÜNCHEN. Die Bayerische Eisen­bahn­ge­sell­schaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaates plant, finan­ziert und kontrol­liert, vergibt einen Übergangs­vertrag auf den Linien des Diesel­netzes Nürnberg an den Altbe­treiber DB Regio. Da der laufende Verkehrs­durch­füh­rungs­vertrag für das D-Netz Nürnberg zum Fahrplan­wechsel am 09. Dezember 2018 endet und der neue Vertrag mit DB Regio erst zum 09. Juni 2019 startet, wird für diesen Zeitraum ein Übergangs­vertrag benötigt.

Es erfolgt eine Direkt­vergabe an den bishe­rigen Betreiber DB Regio. Weitere Eisen­bahn­ver­kehrs­un­ter­nehmen (EVU) hatten im Vorfeld die Gelegenheit, ihr Interesse zu bekunden. Da dies nicht der Fall war, werden die Leistungen als Ergänzung zum beste­henden Verkehrs­durch­füh­rungs­vertrag (VDV) D-Netz Nürnberg mit DB Regio kontra­hiert.

Das Netz umfasst über 1,5 Millionen Zugki­lo­meter pro Jahr und besteht aus folgenden Strecken:

  • Neustadt (Aisch) – Steinach (b Rothenb o d Tauber)
  • Steinach (b Rothenb o d Tauber) – Rothenburg o d Tauber
  • Nürnberg – Markt Erlbach
  • Nürnberg – Siegelsdorf – Neustadt (Aisch) – Markt Bibart (einzelne Züge)
  • Nürnberg Nordost – Gräfenberg
  • Nürnberg – Simmelsdorf-Hüttenbach
  • Nürnberg – Neuhaus (Pegnitz)
  • Wicklesgreuth – Windsbach
  • Fürth – Cadolzburg
  • Pleinfeld – Gunzenhausen
  • Roth – Hilpoltstein

Fahrplankonzept nahezu unverändert

Das Betriebs­konzept wird weitgehend unver­ändert bleiben. Die Regio­nal­bahnen auf der Strecke Nürnberg – Neustadt (Aisch) gehen mit Ausnahme von Einzel­zügen über in den Verkehrs­durch­füh­rungs­vertrag E-Netz Würzburg. Neu hinzu­kommen die Regio­nal­bahnen auf den Strecken Wickles­greuth – Windsbach, Pleinfeld – Gunzen­hausen sowie Roth – Hilpolt­stein.

Hohe Qualitätsanforderungen

Um den Fahrgästen einen hohen Komfort und umfang­reichen Service zu bieten, gelten die gleichen hohen Anfor­de­rungen hinsichtlich Pünkt­lichkeit und Anschluss­si­cherung, Störfall­ma­na­gement, Sitzplatz­ka­pa­zi­täten, Sauberkeit und Service­ori­en­tierung wie im bishe­rigen Vertrag. DB Regio wird auch wie bisher am Quali­täts­mess­system der BEG teilnehmen. Damit prüft die Bayerische Eisen­bahn­­ge­sell­schaft die Sauberkeit der Züge, die Funkti­ons­fä­higkeit der Ausstattung, die Fahrgast­in­for­mation im Zug, die Kompetenz und Service­ori­en­tierung der Zugbe­gleiter und die Kunde­n­ori­en­tierung bei Beschwerden.

Beitrag vom: