Verbindungsauskunft

SPNV-Planung

Seitdem die Länder die Verant­wortung für den Regio­nal­verkehr übernommen haben, hat die Bayerische Eisen­bahn­ge­sell­schaft (BEG) das Angebot deutlich verbessert. 

Sie beauf­tragt die bayeri­schen Verkehrs­un­ter­nehmen mit insgesamt rund 121 Millionen Zugki­lo­metern jährlich (Stand 2015). Zum Vergleich: 1995 waren es noch 82 Millionen Zugki­lo­meter pro Jahr. Damit hat die BEG seit der Bahnreform das Fahrplan­an­gebot um knapp 50 Prozent erweitert. Die Anzahl der Fahrgäste im Regio­nal­verkehr (inkl. S-Bahn Nürnberg) ist in derselben Zeit um 74 Prozent gestiegen.

Bayern-Takt und Bayern-Ticket

Grundlage der Verkehrs­planung ist eine umfang­reiche Verkehrs­da­tenbank, welche die BEG seit ihrer Gründung pflegt. Darin werden alle Verkehrs­s­tröme erfasst, welche die Basis für Prognosen und Planungen bilden. Das Ziel: die Verbin­dungen im gesamten Bahnland Bayern laufend zu optimieren. Dazu gehört seit der Gründung der BEG eine dichte Vertaktung, der sogenannte Bayern-Takt. Er ist eine der Säulen des bayeri­schen Nahver­kehrs – ein flächen­de­ckendes, auf den Bedarf ausge­rich­tetes Fahrplan­an­gebot. Ziel des landes­weiten Integralen Taktfahr­plans ist es, fast alle Strecken von morgens bis abends jede Stunde zu bedienen und an wichtigen Umstei­ge­bahn­höfen Anschluss­knoten zu bilden, wo die Züge aus verschie­denen Richtungen etwa zur gleichen Zeit eintreffen. So erhalten Fahrgäste optimale Umstei­gemög­lich­keiten ohne lange Warte­zeiten.

Auch preis­werte und unkom­pli­zierte Tarif­an­gebote wie das Bayern-Ticket und das Bayern-Ticket-Nacht machen das Reisen in Bayern attraktiv. War das Bayern-Ticket ursprünglich nur in der Bahn gültig, so gilt es mittler­weile auch in allen Verkehrs­ver­bünden und fast allen Linien­bussen. Das Bayern-Ticket wurde 1997 auf Initiative des Freistaats und der BEG einge­führt. Sein Marken­zeichen: „Ein Ticket – ein Tag – fünf Personen – ganz Bayern“. Das Angebot war nachweislich ein Grund für den spürbaren Anstieg der Fahrgast­zahlen.

Linien­takt­karte Bahnland Bayern

Die Linien­takt­karte (Netzgrafik) des Bayern-Takts für das Fahrplanjahr 2017 gibt Auskunft über die Linien- und Taktstruktur des Perso­nennah- und Fernver­kehrs im Bahnland Bayern. Sie beinhaltet alle weitgehend im Takt verkeh­renden Bahnlinien und gibt für diese die jewei­ligen Zeiten des Grund­taktes an.

Die Karten für 2017 können Sie sich hier als PDF herun­ter­laden:

Auf der Linien­takt­karte sind alle Knoten­bahnhöfe sowie die wichtigsten Bahnhöfe ohne Knoten­funkton mit der jewei­ligen Abfahrts- und Ankunftszeit darge­stellt. Daraus lassen sich einfach und übersichtlich Anschluss­be­zie­hungen zwischen den jewei­ligen Linien ablesen. Bei den Zügen des Fernver­kehrs ist neben den Abfahrts- und Ankunfts­zeiten an den Bahnhöfen mit Halt auch die ungefähre Durch­fahrtszeit an Bahnhöfen ohne Halt angegeben. Zur besseren Orien­tierung sind die unter­schied­lichen Verkehrs­un­ter­nehmen des Regional- und Fernver­kehrs auf der Linien­takt­karte in verschie­denen Farben darge­stellt.

Ebenso können Sie sich diese Karte im Format DIN A0 bei der Bayeri­schen Eisen­bahn­ge­sell­schaft bestellen. Die Netzgrafik der S-Bahn München wird im Format DIN A3 beigelegt. Senden Sie dazu 5,- Euro in bar an

Bayerische Eisenbahngesellschaft
Boschetsriederstr. 69
81379 München

Stichwort Linien­takt­karte. Die Karte wird im Anschluss direkt posta­lisch an Sie verschickt.

2. S-Bahn-Stamm­strecke: Mehr S-Bahn für München und die Region

  • Täglich ein Drittel mehr S-Bahn-Fahrten als heute
  • Grundtakt wechselt von 20 auf 15 Minuten
  • Zusätzlich verkehren Express-S-Bahnen sowie Regional-S-Bahnen

Die Bayerische Eisen­bahn­ge­sell­schaft, die den Regional- und S-Bahn Verkehr im Auftrag des Freistaats Bayern plant, finan­ziert und kontrol­liert, hat anlässlich des Bürger­fests zum offizi­ellen Spaten­stich für die 2. S-Bahn-Stamm­strecke in München am 5./6. April 2017 das Start­konzept zum Betrieb der S-Bahnen ab 2026 vorge­stellt.

Nach derzei­tigem Planungs­stand wird es ab Inbetrieb­nahme der 2. Stamm­strecke täglich rund 1.250 Zugfahrten geben. Das sind knapp ein Drittel mehr als heute (rund 950). Der Grundtakt wechselt von 20 Minuten auf 15 Minuten. Zusätzlich fahren auf einigen Linien Express-S-Bahnen im 30-Minuten-Takt. Einige dieser Express-S-Bahnen werden weit über das heutige MVV-Gebiet hinaus verkehren – als sogenannte Regional-S-Bahnen.

Das Betriebs­konzept entspricht dem Planungs­stand von April 2017. Das detail­lierte Fahrplan­an­gebot wird erst in zeitlicher Nähe zur Inbetrieb­nahme der 2. Stamm­strecke verbindlich festgelegt. Dies betrifft beispiels­weise das Fahrten­an­gebot zu den Neben- und Spätver­kehrs­zeiten. Auch bei den Regional-S-Bahnen sind die Planungen noch nicht ganz abgeschlossen. Angestrebt wird ihr Start jedoch bereits zur Inbetrieb­nahme der 2. Stamm­strecke.

Dr. Johann Niggl, Sprecher der Geschäfts­führung der BEG, erläutert: „Das Start­konzept der S-Bahn nach Inbetrieb­nahme der 2. Stamm­strecke zeigt wie groß der Nutzen dieser Infra­struk­tur­maß­nahme für den Großraum München ist. Die neuen Gleise durch die Münchner Innen­stadt erlauben es uns, für die Zeit ab 2026 mehr Verkehrs­leis­tungen zu bestellen und das Angebot deutlich zu verbessern. Und die Möglich­keiten der 2. Stamm­strecke sind damit noch lange nicht ausge­reizt: Bei weiter steigender Verkehrs­nach­frage können noch wesentlich mehr Züge durch das Zentrum Münchens fahren.“