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Ideenzug: Zukunfts­vi­sionen für den Regio­nal­verkehr

MÜNCHEN/NÜRNBERG. Am 7. November stellten DB Regio und die BEG in Nürnberg den Ideenzug vor. Das begehbare 1:1-Modell eines Doppelstockwagens zeigt neue Design- und Serviceansätze für den Regionalverkehr von morgen.

Der Ideenzug umfasst elf Module mit unter­schied­lichen Innen­aus­stat­tungen. Das Spektrum reicht von Premi­u­m­ab­teilen für konzen­triertes Arbeiten über Public-Viewing- und Entspan­nungs­be­reiche bis hin zu Sport­ka­binen. Neben einem großen Angebot an unter­schied­lichen Sitzmög­lich­keiten spielen digitale Möglich­keiten der Kunden­in­for­mation und der Unter­haltung eine wichtige Rolle.

Dr. Johann Niggl, Sprecher der Geschäfts­führung der BEG, hebt die Bedeutung des Ideenzugs hervor: „Fahr­gäste wollen Reisezeit sinnvoll nutzen. Hier kann der Zug derzeit gegenüber dem Indivi­dual­verkehr punkten. Wenn aber erst einmal autonom fahrende Autos Realität sind, muss die Schiene mit neuen Vorteilen überzeugen. Ich begrüße es daher, dass DB Regio den Ideenzug entwi­ckelt hat, um Optionen aufzu­zeigen, wie Reisezeit künftig noch besser in produktive Arbeitszeit und in erholsame Freizeit verwandelt werden kann. Die BEG hat das Konzept des Ideenzugs fachlich begleitet und wird das Projekt auch weiterhin gern mit ihrem Know-how unter­stützen.“

Seit vergan­genem Jahr arbeitet die DB Regio-Tochter Südost­bay­ernbahn (SOB) gemeinsam mit dem Innova­ti­ons­labor der Deutschen Bahn d.lab, der auf Indus­trie­design spezia­li­sierten Münchener Agentur Neomind und der BEG an dem Projekt. Jetzt stehen Nutzer­tests an, um die Ideen zu ermitteln, die bei den Fahrgästen am besten ankommen. Auch Bahnher­stellern und Zulie­fer­be­trieben wird der Ideenzug vorge­stellt, um die Reali­sier­barkeit der Designvor­schläge zu disku­tieren.

Die BEG begleitet diesen Meinungs­bil­dungs­prozess und will daraus Konse­quenzen für künftige Ausschrei­bungen ableiten. „Wir sehen uns in der Verant­wortung, vielver­spre­chenden Ideen zum Durch­bruch zu verhelfen – voraus­ge­setzt sie haben einen Mehrwert für die Fahrgäste und sie sind mit den betrieb­lichen Anfor­de­rungen in Einklang zu bringen. Dazu braucht es Fahrzeuge, die massen­ver­kehrs­tauglich und hoch zuver­lässig sind“, sagt Dr. Johann Niggl. „Wenn das der Fall ist, dann werden wir Elemente des Ideenzugs in unsere Ausschrei­bungen einfließen lassen, beispiels­weise indem wir eine Grund­kon­zeption von Neufahr­zeugen vorgeben."

 Weitere Informationen zum Ideenzug bietet eine eigene Website von DB Regio: www.ideenzug.de.

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