Verbindungsauskunft

Bahnfahren im Freistaat bleibt weiterhin angenehm

Die bayerischen Regionalzüge bringen stabile Qualität auf Bayerns Schienen. 90 Prozent der Netze fahren im Bonusbereich. Das Netz Kissinger Stern erreicht als Spitzenreiter eine historisch hohe Punktzahl. 25 von 28 Netzen, und damit knapp 90 Prozent der bewerteten Netze, landen laut dem jüngsten Qualitätsranking der BEG im Bonusbereich (Halbjahresranking 2017: 26 von 28). Mitte November 2017 erzielen die 28 Netze im bayernweiten Durchschnitt auf einer Skala von -100 bis +100 möglichen Punkten 34,67 Punkte. Der Wert bleibt damit im Vergleich zum Halbjahresranking (34,58 Punkte) stabil. Gegenüber dem Jahreswert von 2016 bedeutet das eine merkliche Verbesserung um rund zehn Punkte und einen Rekordstand seit Inbetriebnahme des Messsystems im Jahr 2008. 

Das aktuelle Quali­täts­ranking bestätigt die drei Top-Platzie­rungen vom Juni. Alle drei Netze konnten sich sogar noch weiter verbessern. Die Spitzen­po­sition besetzt das Netz Kissinger Stern. Es wurde um noch einmal 8,95 Punkte besser bewertet als zuvor. Der Betreiber, die Erfurter Bahn, kann sich demnach mit insgesamt 99,84 erreichten Punkten nicht nur über den ersten Platz freuen, sondern auch über eine histo­rische Leistung: Noch nie seit Einführung des Messsystems hat ein Netz einen Wert erreicht, der so nah an die maximal mögliche Punktzahl herankam. Auf dem Silberrang landet das Netz Agilis-Nord mit 92,72 erreichten Punkten; im Vergleich zum ersten Halbjahr bedeutet dies ein Plus von 7,40 Punkten. Bronze geht an das Netz Kahlgrund, das sich um 4,42 Punkte weiter verbessern konnte und mit 88,91 Punkten den dritten Rang belegt. 

Qualitätssprung für den Meridian 

Insgesamt konnten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 zwölf Netze erneut Boden gutmachen. Den größten Qualitätssprung hat das Netz Meridian gemacht: Es wurde um 26,51 Punkte besser bewertet. Mit 38,94 erreichten Punkten hat sich das Netz von Rang 20 auf Rang neun verbessert und ist damit auch bester Aufsteiger nach Plätzen. Um jeweils mehr als zwölf Punkte konnten sich drei weitere Netze verbessern. Der Franken-Thüringen-Express legt um 12,77 Punkte zu und klettert mit 18,70 Punkten von Platz 24 auf Platz 17. Das Netz Bayerisches Oberland, das zum Halbjahr noch zu den größten Absteigern nach Plätzen zählte, macht 12,38 Punkte und sechs Plätze gut und besetzt mit 14,83 Punkten jetzt Rang 19. Das Netz Oberpfalzbahn / Waldbahn verbessert sich um 12,33 Punkte und fährt mit sehr guten 88,90 Punkten von Platz sechs auf Platz vier.  Einen Verlust von 14,24 Punkten musste das Netz Westfrankenbahn verkraften. Damit war die Westfrankenbahn nach Punkten der größte Verlierer und fiel mit insgesamt 17,11 Punkten von Platz 12 auf Platz 18 zurück. Weitere vier Netze wurden um mehr als zehn Punkte schlechter bewertet als noch zum Halbjahr. Dazu zählt die Werdenfelsbahn, die um 13,08 Punkte schlechter abschnitt, sich mit 67,19 Punkten aber noch in den Top Ten behauptete. Das Netz Regio Oberbayern verlor 12,33 Punkte und fiel auf Platz 16 zurück. Das Netz Alex- Süd konnte sich trotz eines Verlusts von 11,42 Punkten mit 0,87 Punkten noch knapp im Bonusbereich behaupten. Das Netz Main-Spessart-Express fiel um 10,92 Punkte zurück, ist aber mit einer Bewertung von -3,86 Punkten auf dem Sprung zurück in den Bonusbereich. Schlusslicht bleibt das Netz Regio Franken. 

Kontrolle zahlt sich aus 

„Dass wir mit unserem ausgereiften Messsystem regelmäßig die Qualität der bayerischen Regionalzüge überprüfen und sie mit unserem Ranking vergleichbar machen, trägt dazu bei, dass sich die Verkehrsleistungen im Bahnland Bayern nachhaltig verbessern“, sagt BEG-Geschäftsführer Thomas Prechtl.  „Wenn dazu noch der finanzielle Anreiz mit Bonus- oder Strafzahlungen kommt, ist das eine effektive Motivation für die von uns beauftragten Eisenbahnverkehrsunternehmen, jedes Potenzial zur Angebotsverbesserung konsequent auszuschöpfen. Die Fahrgäste wissen dieses Engagement zu schätzen.“ 

Das aktuelle Qualitätsranking sowie alle Jahreswerte seit 2008 finden sie hier. Dort sind auch die jeweiligen Betreiber der Netze aufgeführt. 

    Beitrag vom: