Verbindungsauskunft

Bayerische Verkehrs­po­litik

Auf- und Ausbau der Verkehrswege gehören zu den Kernauf­gaben des Gemein­wesens. Die recht­lichen und finan­zi­ellen Rahmen­be­din­gungen für das Bahnwesen gibt die Verkehrs­po­litik vor. 

Seit der Regio­na­li­sierung im Jahre 1995 ist der Regio­nal­verkehr Länder­sache. Als einhundert-prozentige Tochter des Freistaats Bayern handelt die Bayerische Eisen­bahn­ge­sell­schaft (BEG) im Auftrag des Bayeri­schen Staats­mi­nis­te­riums des Innern, für Bau und Verkehr. Sie plant, finan­ziert und kontrol­liert die Verkehrs­leis­tungen im bayeri­schen Regio­nal­verkehr.

In den letzten Jahrzehnten nahm die Mobilität in unserer Gesell­schaft immer weiter zu. Die Bayerische Staats­re­gierung trägt dieser Entwicklung Rechnung: Im öffent­lichen Nahverkehr sollen Fahrgäste nicht nur von A nach B trans­por­tiert werden. Ziel ist ein attrak­tiver und nachhal­tiger öffent­licher Perso­nen­nah­verkehr.

Verkehrs­po­litik ist dann nachhaltig, wenn sie in ökono­mi­scher Hinsicht der Erhaltung und Mehrung des Wohlstands dient, wenn sie aus ökolo­gi­scher Sicht eine möglichst umwelt­freund­liche Verkehrs­ab­wicklung fördert und wenn sie aus sozialer Perspektive kein Selbst­zweck ist. Sie muss im wahrsten Wortsinne alle Bürger dort abholen, wo sie sich befinden, und dorthin bringen, wo sie hinwollen.

Daher setzt der Freistaat auf die Optimierung aller Verkehrs­träger und ihre bessere Vernetzung sowie auf eine Verla­gerung von Verkehren auf Schiene und Bus, soweit dies verkehrs­wirt­schaftlich sinnvoll ist. Rückgrat und Grund­vor­aus­setzung für ein attrak­tives Verkehrs­an­gebot ist ein leistungs­fä­higes Schie­nennetz. Zusätz­liche Fahrgäste können aber nur durch ein Mehr an Service und Qualität gewonnen werden. Die Fahrgäste erwarten vor allem eines: dass sie als Kunden gesehen werden und nicht nur als Beför­de­rungs­fälle. In diesem Sinne will der Freistaat die Attrak­ti­vität des bayeri­­schen Regio­nal­ver­­kehrs sichern und bedarfs­ge­recht ausbauen.

Die Staats­re­gierung hat die seit der Regio­na­li­sierung beste­henden Gestal­tungs­mög­lich­keiten genutzt. Ein bedeu­tender Schritt nach vorne war die Einführung des landes­weiten Bayern-Takts – ein Stundentakt für fast ganz Bayern. Mit dem Bayern-Takt erhöhte sich spürbar die Anzahl der Reisenden. Er ist zum Marken­zeichen für ein attrak­tives Verkehrs­an­gebot auf der Schiene geworden. Ein weiterer Erfolgs­­bau­­stein ist das Bayern-Ticket mit dem Marken­­zeichen: Ein Ticket – ein Tag – bis zu fünf Personen – ganz Bayern.

Zu einem leistungs­fä­higen Verkehrs­an­gebot gehört eine quali­tativ hochwertige Fahrgast­in­for­mation. Der Freistaat hat deshalb bereits vor einigen Jahren entschieden, ein eigenes „durch­gän­giges elektro­ni­sches Fahrgast­in­for­ma­tions- und Anschluss­si­che­rungs-System“ (DEFAS) aufzu­bauen. Die BEG arbeitet in Auftrag des Bayeri­schen Verkehrs­mi­nis­te­riums an der Reali­sierung.