Verbindungsauskunft

Hohes Quali­täts­niveau der bayeri­schen Regio­nalzüge bestätigt

Das jüngste Quali­täts­ranking der Bayeri­schen Eisen­bahn­ge­sell­schaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finan­ziert und kontrol­liert, bestätigt die positive Tendenz im laufenden Jahr: Die Qualität der bayeri­schen Regio­nalzüge bleibt auf hohem Niveau. Das Ranking umfasst insgesamt 28 Wettbe­werbs­netze im Freistaat. Die Punkteskala reicht von +100 bis -100 Punkten. Wie im voran­ge­gan­genen Ranking, das Mitte September 2016 erhoben wurde, erreichen erneut acht von 28 Netzen mehr als 50 von maximal 100 möglichen Punkten. 24 Netze, und damit gut 85 Prozent der Wettbe­werbs­netze, befinden sich im Bonus­be­reich (September 2016: 23); lediglich vier Netze landen noch im Malus­be­reich.

Platz 1 im aktuellen Quali­täts­ranking belegt mit 86,48 Punkten die Berch­tes­ga­dener Land Bahn (September 2016: 88,34 Punkte, Platz 2). Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Netze Agilis-Nord mit 85,68 Punkten (88,43 Punkte, Platz 1) und Kissinger Stern mit 83,98 Punkten (87,28 Punkte, Platz 3). Alle drei Netze bleiben trotz leichter Punkt­ver­luste auf dem Sieger­podest. Unter den Top Ten erzielte das Netz Agilis-Mitte mit 5,06 Punkten zwar den größten Punkte­zu­wachs, blieb aller­dings mit 74,35 Punkten auf Platz 6. Insgesamt verzeich­neten jeweils die Hälfte aller 28 Netze Punkt­ge­winne bezie­hungs­weise -verluste. Mit minus 7,47 Punkten musste das Netz Kahlgrund zwar den größten Punkte­verlust von allen hinnehmen, bestä­tigte aber dennoch mit insgesamt 77,86 Punkten seinen guten vierten Platz.

Im Mittelfeld überzeugte besonders die Westfran­kenbahn. Sie konnte um knapp fünf Punkte zulegen und sich von Platz 19 auf Platz 15 verbessern. Den größten Gewinn nach Punkten erzielte im Gesam­tranking aller­dings der Franken-Thüringen-Express. Er legte um 10,16 Punkte zu, schaffte damit den Sprung vom Malus- in den Bonus­be­reich und liegt jetzt mit plus 1,11 Punkten auf Platz 24. Selbst die vier noch im Malus­be­reich verblie­benen Netze konnten mehrheitlich Punkt­ge­winne verzeichnen. Das aktuelle Schluss­licht ist das Netz Regio Franken, das zwar um 3,30 Punkte zulegen konnte, aber dennoch mit minus 40,02 Punkten Platz 28 besetzt.

„Wir wollen, dass den Fahrgästen in ganz Bayern ein hochwer­tiges und leistungs­starkes Verkehrs­an­gebot zur Verfügung steht. Deshalb überprüfen wir regel­mäßig die Qualität der Verkehrs­leis­tungen. Dass wir uns nachhaltig auf hohem Niveau bewegen, ist sowohl der guten Zusam­men­arbeit mit den Verkehrs­un­ter­nehmen zu verdanken als auch dem Anreiz­system der BEG, das Bonus- bezie­hungs­weise Malus­zah­lungen vorsieht. Die Verkehrs­un­ter­nehmen arbeiten permanent daran, ihr Angebot für die Fahrgäste zu optimieren, bei wesent­lichen Kriterien wie Sauberkeit, Komfort und Service­ori­en­tierung ständig noch besser zu werden und damit noch mehr Qualität auf Bayerns Schienen zu bringen“, kommen­tiert Thomas Prechtl, seit Mitte Oktober 2016 als zweiter Geschäfts­führer bei der BEG im Amt und unter anderem zuständig für den Bereich Quali­täts­ma­na­gement und Marketing.

Berück­sichtigt werden im Quali­täts­ranking der BEG die Sauberkeit der Fahrzeuge, die Fahrgast­in­for­mation, die Funkti­ons­fä­higkeit der Ausstattung, die Service­ori­en­tierung der Zugbe­gleiter und die Kunde­n­ori­en­tierung bei Beschwerden. Die Pünkt­lichkeit fließt nicht in das Quali­täts­ranking ein, sondern wird in einem separaten Messsystem erfasst. Die BEG bewertet die einzelnen Netze mit Hilfe von externen Testern und Fahrgast­be­fra­gungen. Die Ergeb­nisse des Quali­täts­ran­kings haben finan­zielle Auswir­kungen auf die Betreiber der jewei­ligen Netze. Erreicht ein Unter­nehmen den Wert null, sind die Erwar­tungen der BEG gerade erfüllt. Wer darüber liegt, erhält eine Bonus­zahlung, wer Minus­punkte verzeichnet, zahlt Strafe (+100 Punkte = maximaler Bonus, -100 Punkte = maximaler Malus).

Das jeweils aktuelle Qualitätsranking sowie alle Jahreswerte seit 2008 sind unter www.beg-qualitaetsranking.de zu finden. Dort sind auch die jeweiligen Betreiber der Netze aufgeführt.

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